Microsoft: HTC soll Windows Phone auf Android-Geräte bringen

Microsoft setzt alle Hebel in Bewegung, um Windows Phone und die Marktanteile des mobilen Betriebssystems weiter auszubauen. Nachdem die Redmonder vor rund einem Monat angekündigt hatten, die Handy-Sparte von Nokia zu kaufen, berichtet das Nachrichten-Magazin Bloomberg nun, dass Microsoft bei HTC angeklopft und den Taiwanesen angeboten habe, Windows Phone mit keinen oder nur sehr geringen Kosten auf die Android-basierten Smartphones des Unternehmens zu bringen. Bloomberg beruft sich dabei auf mit der Materie vertraute Quellen, die jedoch nicht näher genannt werden.

Demzufolge soll der Chef von Microsofts Betriebssystem-Sparte, Terry Myerson, bereits im letzten Monat bei HTC angefragt haben ob man Windows Phone nicht als zweite Option neben Android auf HTC-Smartphones nutzen möchte. Man könne auch die Lizenzgebühren für die Nutzung von Windows Phone reduzieren oder gar ganz darauf verzichten. Das zeigt, wie sehr sich Microsoft ins Zeug legt, um Windows Phone beliebter zu machen. Offen ist dabei, wie Microsoft sich die Sache vorstellt: Sollen HTC Smartphones zukünftig mit beiden Betriebssystemen, Windows Phone und Android, ausgestattet sein und mit beiden laufen oder soll es ein Default-Setting geben, bei dem der Nutzer das primäre OS auswählt oder soll es eben zwei technisch gleiche Geräte mit jeweils anderem Betriebssystem geben?

HTC Logo

Ebenfalls offen ist, wie HTC zu Microsofts Vorschlag steht. Laut Bloomberg wollte man Fragen zum Thema bislang nicht kommentieren. HTC macht indes anderweitig Schlagzeilen: Nach Bekanntgabe der Quartalszahlen ist klar, dass das taiwanesische Unternehmen das erste Mal in der Unternehmensgeschichte Verluste melden musste. 74,3 Millionen Euro (umgerechnet) Minus hat HTC im Quartal von Juli bis September hinnehmen müssen, damit wird der Abwärtstrend der letzten Monate fortgesetzt, an dem auch das überaus erfolgreiche Flaggschiff HTC One nichts ändern konnte.

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