Nokia-Microsoft-Deal: Nokia gehört jetzt zu Microsoft, Übernahme ist perfekt

Die Übernahme des einstigen Klassenprimus in Sachen Handys Nokia durch den Software-Riesen Microsoft ist perfekt. Die Redmonder gaben heute in einer Pressemitteilung bekannt, dass Microsoft die Devices und Services Sparte von Nokia übernommen hat. Damit endet eine Mobilfunk-Ära.

Mit der Übernahme von Nokia durch den Software-Giganten kehrt auch der bisherige CEO von Nokia, Stephen Elop, zu Microsoft zurück. Er wird Executive Vice President der Microsoft Devices Group und verantwortet das umfangreiche Gerätegeschäft und damit die Lumia Smartphones und Tablets, Nokia Mobiltelefone, die Xbox, Surface, Perceptive Pixel (PPI) Devices und Zubehör.

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Microsoft CEO Satya Nadella hieß die Mitarbeiter von Nokia herzlich willkommen in der Microsoft-Familie:

“Heute begrüßen wir die Nokia Devices und Services Sparte. Die Fähigkeiten, die Nokia einbringt, wird unsere Transformation beschleunigen. Gemeinsam mit unseren Partnern liegt unser Fokus weiterhin auf einer noch schnelleren Bereitstellung von Innovationen in einer ‚mobile-first, cloud-first‘ Welt“.

Rund 25.000 Mitarbeiter, die an 130 Standorten in über 50 Ländern weltweit bisher für Nokia tätig waren gehören jetzt zum Microsoft-Konzern.

Microsoft übernimmt auch alle bestehenden Kundengarantien für existierende Geräte, sodass sich Nutzer eines Nokia Smartphones, Tablets oder Feature Phones keine Sorgen machen müssen. Außerdem wollen die Redmonder auch in Zukunft weiterhin eng mit Hardware-Partnern zusammenarbeiten und ihnen weiterhin Plattformen, Tools und Applikationen zur Verfügung stellen, um den Partnern die Herstellung von Geräten zu ermöglichen. Die Befürchtung, dass sich manch Hersteller von Windows Phone zurückziehen könnte, wenn Microsoft erst einmal Nokia geschluckt hat und damit selbst auch Hersteller ist, wird wohl trotzdem vorerst noch bleiben.

Natürlich will Microsoft mit der Übernahme von Nokia den Verkauf von Windows Phones weiter ankurbeln. Zwar ist Windows Phone derzeit das am schnellsten wachsende mobile Betriebssystem, trotzdem hinkt es noch deutlich hinter iOS und Android her. Auch günstigere Handys sollen weiter angeboten werden, sie sind vor allem in Entwicklungsländern ein wichtiges Produkt, mit dem Microsoft auch die Nutzung der eigenen Dienste ankurbeln will.

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