Wearables in einer neuen Dimension: Microsoft präsentiert Betaversion von „Microsoft Braces“

Wearables sind einer der Trends des Jahres. Microsoft bringt die tragbaren Gadgets jetzt in eine neue Dimension und stellt auf der Entwicklerkonferenz BUILD, die am 2. April in San Francisco startet, „Microsoft Braces“ vor, eine erste Betaversion der digitalen Zahnspange. Highlights sind unter anderem die 32 MP Kamera und die Bluetooth-Funktion.

Wearable Computing, als Geräte und IT, die sich am und sogar im Körper tragen lassen, ist eines der Schlagworte der Tech-Welt in diesem Jahr und laut Microsoft einer der derzeit am schnellsten wachsenden Märkte. Kein Wunder also, dass auch der IT-Konzern aus Redmond auf diesen Zug aufspringt und die digitale Zahnspange Microsoft Braces vorstellt (braces = engl. für Zahnspange). Wie der Software-Riese in einer Pressemitteilung beschreibt sind die einzelnen Features der digitalen Zahnspange in die Spangenelemente eingebaut, die auf den Zähnen platziert werden.

Microsoft-Braces

Der Nutzer von Microsoft Braces kann bereits mit nur leicht geöffnetem Mund Fotos und Videos aufnehmen. Mit Hilfe des mitgelieferten Spangenbügels können Telefonate geführt werden. Und um auch ja keine wichtige Meldung – vom Anruf über die SMS bis zum Tweet – zu verpassen, wird bei eingehenden Gesprächen, Nachrichten oder Tweets ein Vibrationsalarm im gesamten Mundraum ausgelöst.

Eines der großen Highlights von Braces ist „Word of Mouth“. Dabei wird gesprochene Sprache mit Hilfe von Bing Translator for Braces simultan übersetzt. Außerdem verfügt die digitale Zahnspange über einen eingebauten Mikro-Beamer, um Filme und Videos mit geöffnetem Mund auf eine Leinwand zu projizieren. Mit an Bord ist außerdem ein GPS Navigationssystem, das durch Vibration dem Nutzer die Richtung angibt, in die er gehen muss.

Microsoft will mit Braces vor allem die junge und konsumfreudige Zielgruppe der 8- bis 18-jährigen ansprechen. Denn nach eigenen Analysen des Unternehmens sind es vor allem sie, die Zahnspangen kaufen und ragen. Eine groß angelegte Werbekampagne soll es nicht geben, Microsoft baut dafür ganz passend auf Mund-zu-Mund Kommunikation. Außerdem will man die Vertriebskanäle für den Verkauf der digitalen Zahnspange erweitern und holt neben den Elektronik-Einzelhändlern auch die Zahnarztpraxen mit ins Boot, die Microsoft Braces ja schließlich auch einbauen müssen.

Auf der BUILD Konferenz können Entwickler die digitale Zahnspange bereits testen. Für den deutschen Markt stellt Microsoft vorab schon ein erstes Rezensionsexemplar zur Verfügung, für das sich interessierte Facebook-Nutzer hier bewerben können – zusammen mit einem Windows Phone übrigens. In den Handel soll die digitale Zahnspange pünktlich zum Weihnachtsgeschäft 2014 kommen. Einen Preis hat Microsoft bislang noch nicht genannt.

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